Weißdornblüten im Fokus

Weißdorn – die Arzneipflanze für das Herz-Kreislauf-System

Was ist Weißdorn?

Der vor allem in gemäßigten Klimazonen der nördlichen Halbkugel wachsende Weißdorn ist ein sommergrüner Strauch, vereinzelt sogar ein kleiner Baum mit dornigen Ästen und knorrigem Wuchs. Er kann eine Höhe von bis zu zwölf Metern erreichen. Seine wundervollen, meist weißen, mitunter auch rosa- bis rotgefärbten Blüten zeigt er im Mai und Juni.

Die circa 200-300 Weißdorn-Arten wachsen in Nordamerika, Europa und Asien bis in Höhen von 1600 Metern. Die Weißdornpflanze bevorzugt kalkhaltige Böden an sonnigen Stellen im Wald, verträgt als Tiefwurzler aber auch Trockenheit und kann mehrere hundert Jahre alt werden. Der wissenschaftliche Name „Crataegus“ (vom griechischen „krataios“ für „hart, mächtig“) ist ein Hinweis auf sein festes Holz. Daher verkörpert wohl auch in der griechischen Mythologie „Kratos“, ein Begleiter von Zeus, die Kraft.

Weißdornstrauch in der Natur

In Europa gibt es etwa 20 Weißdornarten. Davon sind drei auch in Deutschland heimisch:

  1. Der eingrifflige Weißdorn (Crataegus monogyna)
  2. Der zweigrifflige Weißdorn (Crataegus laevigata oder Crataegus oxyacantha)
  3. Der großkelchige Weißdorn (Crataegus rhipidphylla)

Für den Wirkstoff von Crataegutt® werden wegen ihres hohen Wirkstoffgehalts hauptsächlich die Arten Crataegus monogyna und Crataegus laevigata verwendet, vorzugsweise aus den sonnenreichen Regionen Südosteuropas.

Botanischer Steckbrief Weißdorn

Wissenschaftlicher Name: Crataegus
Ordnung: Rosales 
Familie: Rosaceae (Rosengewächse)
Unterfamilie: Maloideae
Tribus: Crataegae
Untertribus: Pyrinae
Gattung: Crataegus L./Arten: Mehrere hundert Arten bekannt
Bezeichnungen (im Volksmund): Hagdorn/Hagedorn, Hanweide, Haynerholz, Heckendorn, Hageapfel, Hägele, Mehlbaum, Mehlbeerbusch, Mehlbeerbaum, Mehlbeere, Mehlfässchen, Mehldorn, Zaundorn

Weißdorn – Arzneipflanze mit sehr langer Tradition

Weißdorn ist bereits seit Jahrtausenden als Arzneipflanze bekannt. Bereits in Standardwerken der frühen Medizin des 1. Jahrhunderts ist Crataegus als Heilpflanze für unterschiedliche Zwecke bei verschiedensten Kulturen dokumentiert. So erwähnte der Grieche Pedanius Dioskurides in seiner "De materia medica", ein umfassendes Kompendium aller seinerzeit bekannten Heilmittel, welches  über 1500 Jahre hinweg die Grundlage der Pharmakologie bildete, die gesundheitlichen Vorzüge des Weißdorns.

Die nordamerikanischen Indianer schätzen die Heilpflanze als Mittel zur allgemeinen Förderung der Gesundheit. Im Europa des frühen Mittelalters kam er beispielsweise gegen Gicht, Durchfall und nervöse Anfälle zur Anwendung. Auch im fernen Osten wurden die Fähigkeiten dieser Pflanze geschätzt. Die Traditionelle Chinesische Medizin und andere asiatische Heilsysteme kennen unterschiedliche Rezepturen der dort beheimateten Weißdorn-Arten, sowohl aus Blüten und Blättern, als auch aus der Frucht des Crataegus. Diese werden beispielsweise angewendet für eine verbesserte Durchblutung oder bei nervlicher Anspannung, die in Kombination mit Herzschwäche und Angina pectoris auftritt. Der Bezug des Weißdorns zur Herz-Kreislauf-Gesundheit ist in Europa seit dem 14. Jahrhundert bekannt. So beschrieben schon das „Kreuterbuch des Hieronymus Bock" oder das „Contrafayt Kreuterbuch des Otto Brunfels" die heilsame Wirkung des Crataegus auf Herz, Kreislauf und Nerven.

Die Rolle von Weißdorn in der modernen Medizin

Das Wissen über den positiven medizinischen Einfluss von Weißdorn auf Herz- und Kreislauf-Probleme ebnete gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Weg zum modernen Arzneimittel: 1896 wurde der erste wissenschaftliche Artikel zur Wirkung bei Angina pectoris im „New York Medical Journal“ veröffentlicht. 

Seit diesem Zeitpunkt wird Weißdorn zunehmend verwendet gegen Herz- und Kreislauf-Beschwerden. Die Inhaltsstoffe wurden wissenschaftlich untersucht und identifiziert. Dies bereitete später die Grundlage für Präparate mit einem hohem Gehalt an wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffen. 

Ein Meilenstein für die weitere Erfolgsgeschichte als Arzneipflanze war die Entwicklung und Herstellung hochwertiger Weißdorn-Extrakte im Laufe des 20. Jahrhunderts wie etwa dem Spezialextrakt WS® 1442, dem Wirkstoff in Crataegutt®.

Blühender Weißdorn

Seit vielen Jahren bekannt ist der positive Einfluss von Extrakten des Weißdorns auf die Durchblutung und die Gefäße. Weißdorn-Extrakt stärkt zudem die Herzkraft und hat weitere positive Effekte auf Herz und Gefäße. In der Erfahrung der Ärzte haben sich hochwertige Weißdorn-Arzneimittel seit Langem bewährt. Als wirksamkeitsbestimmende Inhaltsstoffe konnten Flavonoide und vor allem die oligomeren Procyanidine identifiziert werden, welche in hoher Konzentration im Weißdorn-Spezialextrakt WS® 1442 enthalten sind.

Weißdorn – Arzneipflanze des Jahres 2019

Siegel Weißdorn Arnzeipflanze des Jahres 2019

Weißdorn ist seit Generationen als Arzneimittel zur Unterstützung von Herz und Kreislauf bekannt. Aufgrund vieler neuer Erkenntnisse zu den Wirkungen und der Bedeutung für die Pflanzenheilkunde wurde Weißdorn vom Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde an der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres 2019 gewählt.

Die langjährige Verwendung von Weißdornextrakten aus Blättern und Blüten bestätigt die Unbedenklichkeit und die sehr gute Verträglichkeit von Extrakten dieser Arzneipflanze.

Zu den Crataegutt® Produkten

Crataegutt Herz-Kreislauf-Tabletten, Crataegutt Herz-Kreislauf-Tropfen

Wirkung, Anwendung, Verträglichkeit

Mehr erfahren zur Anwendung und Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System sowie der sehr guten Verträglichkeit des Weißdorn-Spezialextraktes.
 

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