Crataegutt® 450 mg Herz-Kreislauf-Tabletten. Crataegutt® 80 mg Herz-Kreislauf-Tabletten. Wirkstoff: Weißdornblätter-mit-Blüten-Trockenextrakt. Crataegutt® Herz-Kreislauf-Tropfen. Wirkstoff: Weißdornblätter-mit-Blüten-Dickextrakt. Anwendungsgebiete: Crataegutt® 450 mg Herz-Kreislauf-Tabletten. Crataegutt® 80 mg Herz-Kreislauf-Tabletten. Crataegutt® Herz-Kreislauf-Tropfen. Traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Anwendung bei: Unterstützung der Herz-Kreislauf-Funktion, ausschließlich auf Grund langjähriger Anwendung. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG – Karlsruhe

Herz und Kreislauf −
eine untrennbare Einheit

Was ist das Herz-Kreislauf-System?

Das Herz-Kreislauf-System ist die Einheit, die das Herz mit den von ihm weg- bzw. zu ihm hinführenden Blutgefäßen bildet. Das Herz-Kreislauf-System versorgt den Organismus mit Sauerstoff und Nährstoffen. Gleichzeitig entsorgt es Kohlendioxid und andere Stoffwechsel- bzw. Abfallprodukte des Körpers. Das ist aber noch nicht alles. Es verteilt auch Botenstoffe (Hormone), Immunzellen und weitere Bestandteile des Blutes, damit diese immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Zusätzlich spielt es eine wichtige Rolle bei der Thermoregulation unseres Körpers, denn über den Grad der Durchblutung unserer Haut kann mehr oder weniger Wärme an die Umgebung abgegeben werden.

Das Herz übernimmt die Rolle des Motors. Es sorgt dafür, dass unser Blut ununterbrochen durch die Adern fließen kann. Um diese Aufgabe zu erfüllen, zieht sich der Herzmuskel im Wechsel permanent zusammen und dehnt sich wieder aus. So pumpt er das Blut kontinuierlich in und durch die Blutgefäße und baut dadurch den Blutdruck auf. Die Blutgefäße selbst bilden wie ein stark verzweigtes Straßennetz die Infrastruktur für unseren Blutkreislauf.

Wie ist das Herz-Kreislauf-System aufgebaut?

Betrachtet man die Komponenten des Herz-Kreislauf-System genauer, ist Folgendes zu erkennen: Das Herz besteht aus einer linken und einer rechten Hälfte. Diese verfügen jeweils über einen Vorhof (Atrium) und eine Kammer (Ventrikel). Vier Herzklappen regulieren den Blutfluss und gewährleisten, dass das Blut immer nur in eine Richtung fließt. Der sogenannte „große Kreislauf“ („Körperkreislauf“) beginnt in der linken Herzkammer: Sie pumpt das Blut über die Hauptschlagader (Aorta) in die Arterien. Die Arterien befördern sauerstoff- und nährstoffreiches Blut in die Organe. Dort verästeln sich die Arterien nochmals in feinste Kapillaren, die sämtliche Zellen erreichen. Das Blut gibt schließlich Sauerstoff, Nährstoffe und Hormone an die Körperzellen ab. Gleichzeitig nimmt es Kohlendioxid und andere Abbauprodukte des Stoffwechsels auf. Das nun sauerstoffarme Blut gelangt über die Venen zurück ins Herz. Hier wird es über den rechten Vorhof in die rechte Herzkammer transportiert.  Nun beginnt der sogenannte „kleine Kreislauf“ oder „Lungenkreislauf“: Das Blut wird in die Lunge weitergeleitet. Dort gibt es das Kohlendioxid ab und nimmt neuen Sauerstoff auf. Der Kreislauf beginnt von neuem.

Herz und Kreislauf sind also echte Teamplayer und in ihrer Funktion aufeinander angewiesen!

Warum braucht ein starkes Herz elastische Gefäße?

Wie in jedem gut aufgestelltem Team müssen auch Herz und Blutgefäße aufeinander abgestimmt sein. Ebenso wichtig wie die Stärkung der Pumpkraft des Herzens ist es daher, ihm seine Arbeit insgesamt zu erleichtern. Das gelingt, indem Sie Ihre Gefäße elastisch halten. Je dehnbarer die Gefäße sind, desto besser kann der Körper bei Belastung (z. B. beim Treppensteigen) mit Blut und dem darin enthaltenem Sauerstoff versorgt werden. Die Dehnbarkeit der Gefäße wird über verschiedene Botenstoffe gesteuert. Eine sehr wichtige Rolle spielt dabei die Substanz Stickstoffmonoxid, die von spezialisierten Zellen (Endothelzellen) der Blutgefäße selbst gebildet wird. Stickstoffmonoxid wirkt erweiternd auf die Gefäße und schützt sie vor Ablagerungen (Atherosklerose) und Verhärtung (Arteriosklerose). Ist genug Stickstoffmonoxid vorhanden, kann auch bei körperlicher Belastung. Im Laufe des Lebens altern jedoch auch die Endothelzellen. Sie produzieren mit der Zeit immer weniger Stickstoffmonoxid.

Die Folge: Unsere Blutgefäße können sich nicht mehr richtig entspannen und werden steif. Das Herz muss dann mehr Kraft aufbringen, um das Blut durch die engen Gefäße zu pumpen.

Warum sind Herz und Kreislauf so wichtig für die Sauerstoffversorgung?

Die kontinuierliche Arbeit des Herz-Kreislauf-Systems stellt die notwendige Sauerstoffversorgung der Zellen und damit ihre Funktionsfähigkeit sicher. Denn Zellen können den Sauerstoff nicht lagern. Ist die Sauerstoffversorgung, aus welchen Gründen auch immer, eingeschränkt, sind unsere Körperzellen innerhalb kürzester Zeit beeinträchtigt. In Abhängigkeit des Aktivitätsgrads benötigen die einzelnen Organe jedoch ganz unterschiedliche Mengen an Sauerstoff. Steigen Sie die Treppe hoch, benötigten Ihre Muskelzellen in den Beinen natürlich viel mehr Sauerstoff als beim gemütlichen Sitzen und Lesen im Sessel. Das Herz pumpt immer genau die richtige Menge sauerstoffreiches Blut durch die Gefäße – damit Sie unbeschwert spazieren gehen oder Treppen steigen können! Und wie macht es das?

Wenn der Körper kurzfristig mehr Sauerstoff benötigt, dann reagiert das Herz, indem es

  • den Puls erhöht, also schneller schlägt,
  • den Herzmuskel kräftiger zusammenzieht, sodass mehr Blut in den Kreislauf gepumpt wird
  • und damit den Blutdruck für kurze Zeit erhöht.

Mit diesen drei Maßnahmen sorgt es dafür, dass Sie auch bei kurzfristiger Anstrengung das nötige Plus an Sauerstoff bekommen.

Unser Herz: Der wichtigste Muskel des Körpers

… schlägt im Laufe eines 70-jährigen Lebens durchschnittlich 2,6 Milliarden Mal.


… pumpt über 165 Millionen Liter Blut in und durch den Körperkreislauf – also etwa 6.000 Liter am Tag (ca. 50 Badewannen voll).


… ist der einzige Muskel, der sich über 80 oder 100 Lebensjahre hinweg nicht einmal einen kurzen Moment ausruhen darf.

Unser Gefäßsystem - beeindruckende Infrastruktur

… weist eine enorme Länge auf: Würde man sämtliche, mit Blut durchströmten Leitungsbahnen des menschlichen Kreislaufs aneinanderreihen, erhielte man die unvorstellbare Gesamtlänge von bis zu 100.000 km – das entspricht etwa dem zweieinhalbfachen Erdumfang!

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