Steckbrief Weißdorn

Der zur Gattung Crataegus gehörende Weißdorn blüht weiß.
Weißdornblüte

Botanische Einordnung

Ordnung: Rosales

Familie: Rosaceae

Unterfamilie: Maloideae

Tribus: Crataegae

Untertribus: Pyrinae

Gattung: Crataegus L.

Arten: Die Gattung Crataegus verfügt über mehrere hundert Arten.

Vorkommen: Die verschiedenen Weißdorn-Arten erstrecken sich in ihrem Verbreitungsgebiet über Europa und Nordamerika.

Der Weißdorn ist eine Pflanze mit vielen Namen. Je nach Region kennt man ihn etwa als Hagdorn/Hagedorn, Hanweide, Haynerholz, Heckendorn, Hageapfel, Hägele oder auch als Mehlbaum, Mehlbeerbusch, Mehlbeerbaum, Mehlbeere, Mehlfässchen, Mehldorn und Zaundorn.

Das häufige Vorkommen von »Mehl« im Namen verdankt der Weißdorn dabei seinen kleinen, leuchtend roten Früchten, die einen mehligen Geschmack aufweisen. Der wissenschaftliche Name des Weißdorns „Crataegus“ leitet sich aus dem griechischen „krataios“ für „hart, mächtig“ ab – ein Hinweis auf das feste Holz des Rosengewächses. Darüber hinaus galt „Kratos“ (in der griechischen Mythologie ein Begleiter des Gottes Zeus) als Verkörperung der Kraft.

Drei ursprüngliche Arten sind in Deutschland heimisch: der eingriffelige Weißdorn (C. monogyna), der zweigriffelige Weißdorn (C. laevigata oder auch C. oxyacantha) und der weniger bekannte großkelchige Weißdorn (C. rhipidophylla). Die Ähnlichkeit untereinander ist so stark, dass selbst Carl von Linné, der die Bezeichnung Crataegus festlegte, nur von einer Art ausging, die er Crataegus oxycantha nannte. Zu Deutsch bedeutet »oxycantha« so viel wie »spitzer Stachel«, hergeleitet vom griechischen »oxys« (spitz) und »akantha« (Stachel oder Dorn).

Für den Spezialextrakt WS® 1442 werden gemäß des Europäischen Arzneibuches hauptsächlich die beiden Arten Crataegus monogyna und Crataegus laevigata verwendet – vorzugsweise aus den sonnenreichen Regionen Südosteuropas. Denn dort weisen die Sträucher einen besonders hohen Gehalt an wirksamen Substanzen auf.