Die Botanik des Weißdorns

Weltweit gibt es hunderte verschiedene Weißdornarten. Eine Unterscheidung wird durch die große Ähnlichkeit erschwert. In Europa kommt man auf etwa 20 Arten, in Deutschland werden drei Arten unterschieden.

Vorkommen

Der Weißdorn ist eine Pflanze, die in weiten Teilen der Nordhalbkugel vorkommt. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über die gemäßigten Klimazonen Nordamerikas, Europas und Asiens. Weißdorn wächst in Höhen von bis zu 1600 Metern. Gut gedeiht er auf kalkhaltigen Böden an sonnigen Stellen im Wald, aber auch in trockenen Gegenden. Dabei kann er mehrere hundert Jahre alt werden.

Weißdorn – eine weitverbreitete Pflanze
Weißdorn in voller Blüte

Erscheinungsbild

Der Weißdorn ist ein sommergrüner Strauch oder kleiner Baum und erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 12 Metern. Die Rinde ist grau und glatt, bei älteren Pflanzen rissig bis schuppig. Er ist reich an dornigen Ästen und verfügt über einen knorrigen Wuchs. Sein Holz ist außergewöhnlich hart und schwer. Aufgrund seines dichten Wuchses ist der Weißdorn ein beliebtes Rückzugsgebiet für Tiere. Die Blüten des Weißdorns sprießen im Mai und Juni und sind meist weiß, gelegentlich auch rosa bis rot.

Vermehrung

Der Weißdorn ist eine einhäusige Pflanze, es gibt also keine männlichen und weiblichen Exemplare. Er ist vielmehr ein Zwitter. Darüber hinaus zählt er zu den Tiefwurzlern, sodass er Trockenheit gut überstehen kann. Die verschiedenen Weißdorn-Arten, selbst wenn sie aus voneinander entfernten Gegenden stammen, kreuzen sich auch ohne menschliches Zutun leicht.