Arzneipflanze Weißdorn

Der lange Weg zum modernen Arzneimittel

Verschiedene Völker erkannten früh die heilenden Kräfte des Weißdorns. Standardwerke der frühen Medizin aus verschiedenen Kulturen des 1. Jahrhunderts erwähnen Weißdorn als Heilpflanze für unterschiedliche Zwecke. Für die Indianer in Nordamerika war der Weißdorn „das Mittel“ zur allgemeinen Förderung der Gesundheit. In Europa setzte man den Weißdorn dann im frühen Mittelalter unter anderem gegen Gicht, Durchfall und nervöse Anfälle ein. Ab dem 14. Jahrhundert liest man in „Kräuterbüchern" von der heilsamen Wirkung des Weißdorns auf Herz, Kreislauf und Nerven – so etwa im „Kreuterbuch des Hieronymus Bock" oder im „Contrafayt Kreuterbuch des Otto Brunfels". Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die positive Wirkung des Weißdorns auf Herz- und Kreislaufprobleme auch wissenschaftlich untersucht. 1896 veröffentlichten Wissenschaftler im „New York Medical Journal“ ihre Erkenntnisse über die Wirkung des Weißdorns bei Angina pectoris. Seitdem fand der Weißdorn auch zunehmend Verwendung bei der Behandlung von Herz- und Kreislaufbeschwerden, weshalb er auch als „Baldrian des Herzens“ bezeichnet wurde.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts gelang es schließlich, hochwertige Extrakte, wie den Weißdorn-Spezialextrakt WS® 1442, aus den Blüten und Blättern der Pflanze zu gewinnen.

Schon früh stellte man fest, dass bei Herzschwäche Medikamente mit Weißdorn helfen können.
Gewinnung des Weißdorn-Spezialextrakts

Anwendung des Weißdorns als Arzneimittel

Eine durchblutungsfördernde und gefäßbeeinflussende Wirkung von Extrakten aus Blättern und Blüten des Weißdorns gilt heute als gesichert.

Auch stärkt der Wirkstoff die Herzkraft. Weitere positive Effekte auf Herz und Gefäße konnten in den letzten Jahren identifiziert werden. Und in der Erfahrung der Ärzte haben sich hochwertige Weißdorn-Arzneimittel seit Langem bewährt.